Nomminierung von Silvia Klee 
als Bürgermeisterkandidatin

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SPD/PLUS: In der Marktgemeinde Kreuzwertheim die zweite Frau, die Erster Bürgermeister werden will

Silvia Klee sagt sich: „Ja, das will ich, das traue ich mir zu“

KREUZWERTHEIM. Als zweite Frau in der Geschichte will Silvia Klee Erste Bürgermeisterin des Marktes Kreuzwertheim werden. Die Mitglieder des SPD/plus-Ortsvereins haben sie am Donnerstag einstimmig nominiert (siehe weiteren Artikel), nachdem die Bewerbung der Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat schon vor rund einem Jahr bekanntgegeben worden ist (wir berichteten).

Sie stammt zwar nicht aus Kreuzwertheim, sagte die in Heidelberg geborene Klee in ihrer Vorstellungsrede im Landgasthof "Franz", aber sie habe seit mehr als 20 Jahren "das Gefühl, hier am richtigen Ort, daheim, zu sein".

Ihre Familie stehe fest hinter ihrer Kandidatur, sie freue sich über den Vertrauensbeweis der Gemeinderatsmitglieder ihrer Partei und habe, nachdem Bürgermeister Fuhrmann nicht mehr antrete, beschlossen, "ja, das will ich, das traue ich mir zu".

Gestalten und moderieren

Sie wolle "die Brücke sein zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung", wolle "Richtung geben, gestalten und moderieren", kündigte sie für den Fall ihrer Wahl an.

Als wichtigste Aufgaben bezeichnete es Klee, "die Lebensqualität zu sichern, Gutes zu bewahren und die Zukunft zu gestalten".

Die Kandidatin ging dann auf ihren privaten und beruflichen Lebenslauf ein, ihr ehrenamtliches Engagement unter anderem als Vorsitzende des Musizierkreises, bei der Aktion "Gemeinsam gegen einsam", im Frauenforum, aber auch, seit nunmehr fast zwölf Jahren, im Gemeinderat.

Kreuzwertheim, stellte sie fest, sei eine blühende Gemeinde. Die Gewerbe- und Einkommenssteuereinnahmen seien so gut, dass der Markt im nächsten Jahr schuldenfrei sein werde. "Wer durch die Marktgemeinde geht, sieht, wir sind auf dem richtigen Weg."

"Unsere Hartnäckigkeit"

Einen Anteil am Erfolg schrieb Silvia Klee auch dem eigenen und dem Engagement der SPD/Plus-Fraktion zu. Dass die Gestaltung des Mainvorlandes schon früh den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt und mit diesen diskutiert worden sei, "ist durch unseren Antrag geschehen". Dass nun Mittel für die Sanierung des Weges zur Schleuse in den Haushalt aufgenommen wurden, "ist auch unserer Hartnäckigkeit zu verdanken".

Eine "schnelle und transparente Informationspolitik" kündigte sie auch für die Zukunft an. "Die frühzeitige Einbeziehung der Bürger kann unbequem sein, sie ist aber auch eine Chance", sagte Klee. Sie wolle "eine Mitmachpolitik". Mit einer Karte werbe sie bereits jetzt um "Ihre beste Idee". Dabei hoffe sie auch gezielt auf Schwerpunkte aus den Ortschaften. Sie wolle "fragen, was die Menschen für wichtig und notwendig erachten".

Nach ihrer eigenen Ansicht "wichtig und notwendig" sei es, sich des großen Investitionsbedarfes an Gehwegen und Straßen besonders im Altort anzunehmen. "Immer nur flicken hilft nicht weiter."

Wichtig für eine Weiterentwicklung Kreuzwertheims sei die Sanierung der Haupt- und der Lengfurter Straße und als Voraussetzung dafür die Sanierung der alten Mainbrücke. Man werde alle Verbindungen nutzen, damit dies bereits vor dem angepeilten Zeitpunkt ab 2025 geschehe.

Einen weiteren Schwerpunkt setzte die Kandidatin in bedarfsgerechten Betreuungsangeboten ab dem Kleinkindalter an. Absolut notwendig sei der Erhalt der gut ausgestatteten Grundschule im Ort. "Wir haben um den Erhalt der Hauptschule gekämpft", versicherte sie. Dass es nicht möglich gewesen sei, dieses Ziel zu erreichen, sei "eine traurige Geschichte" und "sehr schade".

Das Miteinander stärken

Die Stärkung und Förderung der Jugendarbeit in den Vereinen, der Erhalt der Jugendtreffs auch in den Ortschaften, bedarfsgerechte Freizeitangebote für Jung und Alt waren weitere Zielvorstellungen der Rednerin. Sie plädierte für eine barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raumes, seniorengerechtes Bauen und Wohnen und setzte sich für einen Rufbus für die Ortschaften ein. Als Bürgermeisterin wolle sie "insgesamt das Miteinander stärken" und über politische und Ortsgrenzen hinaus zusammenarbeiten.

 

BÜRGERMEISTERWAHL KREUZWERTHEIM: SPD/Plus präsentiert offiziell die Kandidatin Silvia Klee

Sie ist anerkannt, beliebt und kompetent

Kandidatin nominiert: Für die Kreuzwertheimer SPD/Plus wird Silvia Klee ins Rennen um die Nachfolge von Bürgermeister Horst Fuhrmann gehen. Auf dem Bild (von links) Simon Klee, Bürgermeisterkandidatin Silvia Klee, Andreas Schmidt, der künftige Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel, Ortsvereinsvorsitzender Marcel Müller:


KREUZWERTHEIM.
 Die Protagonisten für "das Duell" am 16. März nächsten Jahres stehen nun offiziell fest: Am Donnerstagabend wurde Silvia Klee einstimmig als Kandidatin von SPD/Plus für die Bürgermeisterwahl in Kreuzwertheim nominiert. Schon seit rund einem Jahr steht fest, dass sich die Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat um die Nachfolge von Horst Fuhrmann bewerben wird, der nach dann 18 Jahren im Amt zum 1. Mai 2014 ausscheidet.

Zur Kür ihrer Bewerberin hatten die Sozialdemokraten den gleichen Ort gewählt, an dem auch CSU und Freie Wähler vor rund dreieinhalb Monaten mit dem Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft, Klaus Thoma, ihren Kandidaten nominiert hatten.

Großes Interesse

Das Interesse an Silvia Klee war groß, mehr als 30 Besucherinnen und Besucher fanden den Weg in den Landgasthof "Franz". So viel Resonanz ist bei Veranstaltungen der Kreuzwertheimer SPD sonst nicht üblich.

Der neue Ortsvereinsvorsitzende, Marcel Müller, interpretierte seine Rolle bei seinem ersten großen Auftritt nach seiner Wahl zurückhaltend. Lediglich zur Begrüßung und zur Verabschiedung ergriff er das Wort, das er ansonsten Marktgemeinderat Andreas Schmidt und dem gerade gewählten, künftigen Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel überließ, die als Versammlungsleiter und, gemeinsam mit Susanne Gesell, als Mitglieder des Wahlausschusses bestimmt worden waren.

Schmidt war es dann auch, der, nachdem die bei einer solchen Versammlung üblichen und notwendigen Formalien und Regularien abgehandelt worden waren, den Vorschlag des Vorstandes für die Nominierung von Silvia Klee einbrachte. Sie sei "extrem bürgernah, engagiert in der Sache, bei Jung und Alt anerkannt, beliebt und kompetent", begründete er, warum die Wahl von SPD/Plus "sehr schnell" auf die 56-Jährige gefallen ist. Klee sei zwar keine gelernte Verwaltungsfachfrau, "aber muss sie das sein?", fragte Schmidt. "Ahnung von einer Gemeindeverwaltung hat sie."

Die Aufgabe eines Bürgermeisters beziehungsweise in dem Fall einer Bürgermeisterin "liegt nicht alleine im Rathaus am Schreibtisch, sondern draußen, bei den Bürgerinnen und Bürgern".

Auch Christa Schoenberg sei keine Verwaltungsfachfrau gewesen, habe aber ihr Ohr bei den Menschen gehabt. Bei den verschiedensten Gelegenheiten und vielen Aktionen habe Silvia Klee bewiesen, dass sie organisieren und kompetent mit Menschen umgehen könne.

Nachdem die Bewerberin sich und ihre Ziele dann selbst ausführlich vorgestellt hatte, wurde sie in geheimer Wahl von den anwesenden 25 Stimmberechtigten einmütig zur Kandidatin von SPD/Plus für die Bürgermeisterwahl am 16. März 2014 nominiert.

"Wenn man Erfolg haben will, muss man Qualitäten haben. Die müssen aber auch von den Wählerinnen und Wählern anerkannt und akzeptiert werden", stellte Bernd Rützel fest. Der neue Bundestagsabgeordnete sagte Silvia Klee seine Unterstützung zu und nutzte dann die Gelegenheit, von seinen ersten Tagen in Berlin und von den dort gerade laufenden Sondierungsgesprächen zwischen den einzelnen Parteien zur Bildung einer neuen Bundesregierung zu berichten. Im Hinblick auf eine mögliche große Koalition sprach er von "einer Zerreißprobe" für die SPD, "das wissen wir alle".

Bericht und Foto von Elmar Kellner © Fränkische Nachrichten, Samstag, 12.10.2013

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Silvia Klee offiziell nominiert

Bürgermeisterkandidatin von SPD Plus

Eine Mitmach-Mentalität möchte Silvia Klee in Kreuzwertheim erreichen. Am 16. März 2014 steht sie als Bürgermeisterkandidatin der Liste SPD Plus zur Wahl. Dass sie gegen den CSU-Amtsinhaber Horst Fuhrmann antritt, steht schon lange fest. Am Donnerstag nominierte sie der Ortsverband offiziell als Kandidatin. 26 Stimmberechtigte waren erschienen, 25 davon gaben ihre Stimme ab und votierten für die 56-jährige Gemeinderätin. Neu-Bundestagsabgeordneter Bernd Rützel als Wahlleiter brauchte keine Gegenstimme bekannt zu geben. Klee verlor kein schlechtes Wort über Bürgermeister Fuhrmann und die Arbeit der vergangenen Jahre im Gemeinderat. „Kreuzwertheim steht gut da. Mit der zu erwartenden Gewerbesteuer sind wir bald schuldenfrei“, anerkannte sie die Leistung des Gremiums, dem sie seit 2002 angehört.

Einige Schlagworte aus ihrem Programm: Stärkung der Vereine, Beschleunigung der Erweiterung des Gewerbegebietes Wiebelbach, für Radfahrer und Fußgänger mehr tun, rascher DSL-Ausbau, Gestaltung des Mainvorlands, Schwerpunkte setzen in den Ortsteilen, Einsatz für den Ausbau der Staatsstraße von Kreuzwertheim bis Unterwittbach und zur Autobahn, Kinder- und Jugendarbeit forcieren sowie Freizeitangebot ausweiten beziehungsweise erhalten.

Konkreter wurde sie bei der Seniorenarbeit. Es gelte, barrierefreie Zugänge zu öffentlichen Plätzen und Gebäuden zu schaffen. Fördern wolle sie auch seniorengerechtes Wohnen. Ein Ruf-Bus-System für die Ortsteile und ein Bring-Dienst für Einkäufe schweben ihr ebenfalls vor. Auf jeden Fall will sie für den Erhalt der Grundschule in Kreuzwertheim kämpfen. Auch die Anzahl von Kinderkrippenplätzen wolle sie steigern. Unbedingt saniert werden müsse die Brücke nach Wertheim. Dies sei Voraussetzung, dass der Landkreis auch die Hauptstraße durch Kreuzwertheim saniert.

SPD-Plus-Fraktionssprecher Andreas Schmitt würdigte das ehrenamtliche Engagement der Kandidatin für die Dorfgemeinschaft. Sie sei extrem bürgernah, engagiert, kompetent und beliebt.

Silvia Klee

Die gelernte Arzthelferin ist 56 Jahre alt und kam in Heidelberg zur Welt. Sie ist 33 Jahre verheiratet, hat drei Töchter und kam vor 21 Jahren nach Kreuzwertheim, weil ihr Mann hier eine neue berufliche Herausforderung fand. Tätig war sie in der Verwaltung der AOK und arbeitet jetzt beim Pflegedienst Luzia. Als Elternvertreterin wirkte sie in Kindergarten, Volksschule und Gymnasium, leitet den Musizierkreis, ist aktiv in der Aktion „Gemeinsam gegen einsam“ und im Frauenforum. Dem Gemeinderat gehört sie seit 2002 an, unter anderem als Jugendbeauftragte. Das Amtsgericht Gemünden schätzt sie als Schöffin, die Veranstalter des Weihnachtsmarktes und des Quätschichfestes als Mitstreiterin.

Bericht von Joachim Schwamberger für die Main-Post