LOKALPOLITIK: Marcel Müller gibt sein Amt als Vorsitzender aus privaten Gründen ab / Susanne Gesell übernimmt die Spitze des Ortsvereins

Neue Gesichter im SPD-Vorstand

 

Der neu gewählte Vorstand des SPD-Ortsvereins Kreuzwertheim: (hinten, von links) Marcel Müller, Andreas Schmidt, Karl-Heinz Schöffer und Engelbert Jeßberger sowie (vorne) Susanne Gesell, Silvia Klee und Siegbert Ulrich.

KREUZWERTHEIM. Bei der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins Kreuzwertheim am Mittwoch in der Pizzeria Ragusa wurden einige Ämter im Vorstand neu besetzt. Außerdem ehrte die Partei sechs Mitglieder für langjährige Treue (siehe weiteren Bericht).

Vorsitzender Marcel Müller freute sich, dass der Ortsverein im vergangenen Jahr weiter gewachsen ist. Er gab bekannt, dass er sich von seinem Amt zurückziehe, da der nun in Würzburg studiere und wohne. Eines der zentralen Themen seiner einjährigen Amtszeit sei die Flüchtlingsthematik gewesen. Diese Menschen seien vor Ort gut versorgt. Aber: "Wir sollten das Thema im Auge behalten", so Müller. Weiterhin wies er auf die Problematik hin, dass der Empfängerkreis von Hilfseinrichtungen wie den Tafeln durch die Flüchtlinge wachse. Hier sei Unterstützung nötig.

Karl-Heinz Schöffer berichtete im Anschluss aus dem Gemeinderat Hasloch. "Die Zusammenarbeit im Gemeinderat ist gut, es gibt kein parteipolitisches Kirchturmdenken", lobte er. Er ging im Weiteren anstehende Investitionen ein: So wird der Hasselberg einen Breitbandanschluss bekommen. Die Kosten von 110 000 Euro würden zu 80 Prozent bezuschusst. Der Ausbau des Digitalfunks der Feuerwehr soll dieses Jahr abgeschlossen werden. Voraussichtlich 2016 soll der Hochbehälter Hasloch saniert werden, im Herbst 2015 werde man hier Probebohrungen für ein Betongutachten machen. Die Radbrücke Hasloch soll Mitte Juni mit Platten aus Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) neu belegt werden. Diese hätten eine Haltbarkeit von 50 bis 100 Jahren. Der Bau an der Eisenbahnbrücke Bestenheid-Hasloch soll laut deutscher Bahn im September oder Oktober 2015 abgeschlossen sein.

Sehr umfangreich sei die Arbeit im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit im Rahmen des ILEK-Programm im Raum Marktheidenfeld. Themen des Projekts seien unter anderem Mobilität und Verkehr, Kultur und Vereine, Innenentwicklung und Leerstandsbekämpfung, sowie die Grund- und Daseinsversorgung mit Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten.

Silvia Klee berichtete aus dem Gemeinderat Kreuzwertheim. Sie lud zum Treffen im Rahmen des ILEK-Programms am 23. Juni um 19 Uhr ins Fürstin-Wanda-Haus ein. Weiter ging sie auf die letzte Sitzung des Kultur- und Finanzausschusses ein (wir berichteten). Weiterhin verwies sie auf Förderungen, die man dank des Einsatz vor Bürgermeister Klaus Thoma erhält. Im aktuellen Jahr werde man mit der Sanierung des Fürstin-Wanda-Haus beginnen. Zuerst sollen die Toiletten saniert werden. Lob hatte sie für die Gründung des Vereins der den Bürgerbus anbietet, aktuell gebe es schon 18 ehrenamtliche Fahrer. Wenn der Bus erst einmal fahre, werde man das Angebot entsprechend der Nachfrage anpassen. Zum Thema Innenentwicklung ging sie auf die größere Zahl privater Bauplätze ein, die nicht zum Verkauf angeboten würden, aber auch auf die zunehmenden Leerständen.

Kassier Andreas Schmidt konnte trotz der Kosten für den Wahlkampf von einem Plus in der Kasse berichten, was unter anderem an den Spenden der Gemeinderäte liege.

Er trug auch den Tätigkeitsbericht des Ortsvereins vor. Das letzte Jahr sei stark von den Kommunalwahlen geprägt gewesen. "Wir hatten eine tolle Gemeinderatsliste in Hasloch und Kreuzwertheim, eine junge Liste mit allen Berufssparten." Nach der Wahl war das Jahresprogramm durch Stammtische und Treffen mit der SPD Wertheim geprägt. 2015 habe es einen Mundartabend gegeben sowie weitere Stammtische.

Die Kassenprüfer Karin Philipp und Magarete Müller bestätigten eine einwandfreie Kassenführung, der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Harald Schneider, Kreisvorsitzender der SPD Main-Spessart, berichtete aus dem Kreistag. Themen im Landkreis seien aktuell die Gymnasien in Gemünden, die FOS und BOS in Marktheidenfeld, die Standorte der Kreiskrankenhäuser sowie die Stromleitung "Südlink". Man brauche diese auch wegen der Unternehmen im Landkreis. "Wo nötig, muss diese unter die Erde gelegt werden." Weitere Themen sind die ärztliche Versorgung, die Breitbandversorgung und die Nahversorgung im Kreis.

Bilder und Berichte von Birger Daniel Grein für die Fränkischen Nachrichten.

Von Harald Schneider dem Kreisvorsitzenden der SPD wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung langjährige Mitglieder der Partei für ihre Treue zur SPD mit Urkunden, Nadeln, Weinpräsenten und Rosen ausgezeichnet.

Von rechts nach links: 50 Jahre Mitglied in der SPD ist Rudolf Kopp, 40 Jahre Karin Philipp, 25 Jahre Karl-Heinz Schöffer, 30 Jahre Christel Vöge, 40 Jahre Andreas Schmidt. Es fehlt auf dem Bild Karin Pfeiffer, die 30 Jahre Mitglied ist.